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Team Up! 2 Konzerne wollen mehr Sicherheit für Radfahrer.

Stuttgart, Germany | Lesezeit 4 min.

Vodafone und Continental wollen gefährliche Rendez-Vous zwischen Radfahrern und Autos zukünftig verhindern. Wie das „digitale Schutzschild“ für Radfahrer funktioniert und welche Fortschritte es gibt, liest du hier!

Die Beteiligten

Die Vision dürfte allen Radfahrern gefallen und manchen sogar ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Der Hannover Mobilitätskonzern und der Mobilfunkspezialist aus London arbeiten in einer branchenübergreifenden Projektpartnerschaft am Straßenverkehr der Zukunft. Das Ziel: Mit modernsten Technologien den immer gefährlicher werdenden Straßenverkehr sicherer machen. Neben Autos und Fußgängern spielen im Projekt auch Radfahrer eine zentrale Rolle, auch weil deren Bedeutung und Einfluss in modernen Städte stetig wächst.


Digitale Vollvernetzung

Der ständige Austausch von Echtzeit-Daten zu Standort, Fahrtrichtung und Geschwindigkeit bildet dabei die technologische Basis des Projekts. Ausgetauscht werden die Daten zwischen Auto, Fahrradfahrer und lokalen Rechenzentren des Mobilfunkanbieters (s.Abbildung unten). Möglich machts das mitgeführte Smartphone des Radfahrers und ein im Auto verbautes Kommunikationsmodul. Entschärft werden soll unter anderem das gefährliche Rechtsabbiegen, bei dem Radfahrer häufig übersehen werden und in der Folge verunglücken. Nach dem Motto doppelt hält besser, soll dabei nicht nur der Auto-, sondern auch der Radfahrer gewarnt und im besten Fall zu einer entschärfenden Reaktion aufgefordert werden. Auch auf Landsstraßen soll die Technik Anwendung finden, um auf Radfahrer in engen Kurven oder hinter Kuppen aufmerksam zu machen.

Infografik Funktionsweise der Technologie
Infografik zur Funktionsweise des digitalen Schutzschilds ©Vodafone

Kameras und Künstliche Intelligenz

Doch hier hört der Einfallsreichtum der Ingenieure und Entwickler nicht auf. Moderne Kamerasysteme und Sensoren - wie man sie bereits in vielen Wägen der Premiumklasse findet - sind in einem zweiten Ansatz des Projekts die Hauptakteure. In zunehmend komplexer werdenden Verkehrssituationen können sie Standort, Geschwindigkeit und Richtung anderer Verkehrsteilnehmer ermitteln. Innerhalb von Sekundenbruchteilen wird mithilfe künstlicher Intelligenz die Intention des Radfahrers erkannt und beispielsweise vor sich schneidenden Wegen gewarnt. Die Informationen finden in der Folge den Weg ins Fahrercockpit und empfiehlt den Beteiligten frühzeitig zu bremsen oder auszuweichen.


Mehr Sicherheit im Straßenverkehr durch Digitale Vernetzung ©Vodafone


Voraussetzung ist 5G

Grundlage für beide Ansätze ist der viel diskutierte, flächendeckende 5G Ausbau für ultra-schnelles Breitbandinternet. Ohne die dringend vorausgesetzte Zuverlässigkeit bei der Datenübertragung, kann die Technologie nicht funktionieren und wird den Sprung vom Testlabor in die Realität wohl nicht erleben. Wer zudem sein Smartphone bei Touren regelmäßig zuhause lässt, muss voraussichtlich erstmal ohne den Daten-Schutzengel auskommen. Eins ist aber sicher: Wenn sich die Technologie durchsetzt, werden allen voran die Fahrradhersteller eine Lösung finden wollen, mit der man auch ohne Smartphone vollvernetzt unterwegs ist.


Unser Fazit

So weit so sicher. Was bleibt ist die Frage, die wir uns bei Zukunftsvisionen und Pilotprojekten dieser Art häufig stellen: Wann ist es soweit und sind Radfahrer in Zukunft tatsächlich sicherer unterwegs? Beide Fragen werden sich erst durch weitere Entwicklungen auf den Teststrecken und letztendlich durch den Einsatz unter Realbedingungen zeigen. Für uns steht jedenfalls fest: Nichts ist komplexer, unvorhersehbarer und schwieriger als die Realität. Trotzdem trauen wir es dem Projekt zu, einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit von Fahrradfahrern zu leisten und ziehen den Hut vor den beteiligten Ingenieuren, Entwicklern und Visionären.
Bis die Technologie kommt, lohnt sich allerdings ein Blick auf unsere Produkte, mit denen du schon heute was für deine Sicherheit tun kannst!